Raiffeisenbank stellt Ziele und Zahlen vor

Heinsberg, 3. Juni 2014

Vertreterversammlung 2014
Unsere Verteter stimmen einstimmig ab

Die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, konnte bei ihrer diesjährigen Vertreterversammlung in der Heinsberger Stadthalle vor vollem Hause eine positive Geschäftsentwicklung verkünden. Nach der Begrüßung der Vertreter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Krückel verwies Vorstandsmitglied Thomas Giessing darauf, dass die Raiffeisenbank Heinsberg das abgelaufene Geschäftsjahr erneut mit Bravour gemeistert hat. Die Mitglieder und Kunden hätten ein feines Gespür dafür gezeigt, dass die Genossenschaftsbanken anders sind als andere Banken – kundenorientiert, verlässlich und transparent mit einem Geschäftsmodell, das nicht auf den schnellen Profit ausgerichtet ist.

Auf Unverständnis stößt bei Giessing die politische Regulierungswut: „Politik, Aufseher und Banken haben aus der Krise zu Recht den Schluss gezogen, dass sich der Finanzsektor und seine Spielregeln verändern müssen. Doch wen treffen die neuen Regeln am härtesten? Es sind Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen. Es trifft also die Falschen. Diejenigen, die sich in den vergangenen Jahren als Stabilitätsanker erwiesen haben. Diejenigen, die keine Staatshilfe benötigt haben. Diejenigen, die keine Milliarden verzockt haben“, so Giessing. Die Anzahl und Umfang der regulatorischen Vorgaben sind enorm und eine ganz konkrete Belastung, die bei der Raiffeisenbank täglich spürbar ist.  

Die Unterstützung von sozialen, kulturellen oder sportlichen Einrichtungen in der Region ist der Raiffeisenbank Heinsberg nach wie vor ein besonderes Anliegen. „Damit beweisen wir, dass wir unsere Rolle als regionaler Förderer ernst nehmen und unsere Rolle als kundennahe Bank nicht als Selbstzweck verstehen. Wir haben auch 2013 wieder über 200.000 Euro gespendet“ so das Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank. Geld ist das eine, Dank das andere. Aktuellstes Beispiel ist der Wettbewerb Sterne des Sports, bei dem die Bank im letzten Jahr erstmalig das soziale Engagement von Sportvereinen mit so großem Erfolg belohnt hat, dass er dieses Jahr in die zweite Runde geht.

Ein wenig stolz verkündete Giessing, dass die Bank ihren Internetauftritt unter www.rbhs.de jetzt noch ansprechender und zielführender gestaltet hat und dass auch beim Online Banking erhebliche Verbesserungen vorgenommen worden sind. So bietet die Online-Filiale inzwischen die Möglichkeit für Mitglieder, Kunden und Neukunden online Produkte abzuschließen oder Serviceaufträge zu erledigen. Doch trotz des Vormarsches von Internet und Onlinebanking wird den Filialen und der Präsenz vor Ort nach wie vor hohe Priorität eingeräumt. „Wir haben aus unserer Waldenrather Filiale, die noch den Charme der 70er Jahre hatte, eine hochmoderne Filiale mit modernsten Sicherheitseinrichtungen geschaffen. In Gangelt haben wir in unser Kompetenzzentrum investiert um vier modern ausgestatte Beratungsräume zu schaffen. Mit diesen Umbauten haben wir erneut signalisiert, dass wir uns zu unseren 22 Standorten bekennen“, so Thomas Giessing.

Vorstandskollege Klaus-Dieter Kroll übernahm bei der Vertreterversammlung die Aufgabe, den Vertretern den Jahresabschluss 2013 vorzutragen.

Er hob hervor, dass sich das konservative, nachhaltige Geschäftsmodell der Raiffeisenbank eG, Heinsberg in den turbulenten Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise erneut bewährt hat. Die genossenschaftliche Bankengruppe sei die einzige Gruppe, die keine Staatshilfe in Anspruch genommen habe. So hat die Raiffeisenbank Heinsberg auch 2013 die regionale Wirtschaft immer mit ausreichend Liquidität versorgt und ist ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag nachgekommen. In 2013 wurden die Volksbanken und Raiffeisenbanken von der Ratingagentur Standard & Poor‘s mit AA- und von Fitch mit A+ bewertet. Auch die fünf Wirtschaftsweisen würdigen in ihrer Analyse des Finanzmarkts die nachhaltige Geschäftspolitik der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Danach erläuterte Klaus-Dieter Kroll die markanten Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zum 31.12.2013 betrug die Bilanzsumme 850 Millionen Euro. Sie verringerte sich gegenüber dem Vorjahr durch Rückzahlung von Refinanzierungsmitteln um 2,5 Prozent oder ca. 21 Millionen Euro. Die Gesamtausleihungen erreichten Ende 2013 insgesamt 493 Millionen Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Millionen Euro an.   

Das Kundenverhalten bei den Kapitalanlagen erläuterte Klaus-Dieter Kroll folgendermaßen: „Insgesamt verzeichneten die bilanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden einen Zuwachs von 2 Millionen Euro. Auf Grund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus bevorzugten unsere Kunden dabei erneut die täglich fälligen Einlagen. Diese stiegen um 21 Millionen auf nunmehr 231 Millionen Euro. Die befristeten Einlagen gingen um 15 Millionen auf 36 Millionen Euro zurück, die Spareinlagen verringerten sich um 4 Millionen Euro auf 357 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich die Position auf 625 Millionen Euro.“

Bei den Verbundunternehmen unterhalten die Kunden der Raiffeisenbank eG, Heinsberg, Geldvermögen in Höhe von 405 Millionen Euro. Insgesamt beträgt das verwaltete Kundengesamtvolumen damit 1,7 Milliarden. Euro. Vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes konnte der Zinsüberschuss um 700.000 Euro auf knapp 23 Millionen Euro gesteigert und der Provisionsüberschuss gehalten werden. Die Verwaltungskosten waren mit 16,7 Millionen Euro leicht rückläufig. Der Bilanzgewinn betrug 2,6 Millionen Euro.

An die Mitglieder zahlt die Bank wieder eine attraktive Dividende in Höhe von sechs Prozent.

Ihre Eigenmittel konnte die Raiffeisenbank eG Heinsberg aus dem guten Betriebsergebnis insgesamt um 6,6 Millionen Euro aufstocken und weist damit, im Vergleich zu gleich großen Genossenschaftsbanken, eine überdurchschnittliche Eigenmittelausstattung aus und ist für die   hohen aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen gemäß Basel III bestens aufgestellt.

Kroll blickte trotz der guten Betriebsergebnisse der letzten Jahre mit Skepsis auf die überbordende Regulatorik sowie den anhaltenden Druck auf die Ertragslage, bedingt durch das anhaltende Niedrigzinsniveau. Er geht davon aus, dass dies zukünftig zu weiteren Kooperationen und Fusionen in der Bankenbranche führen wird, und verwies darauf, dass die Raiffeisenbank Heinsberg strategischen Weiterentwicklungen nach wie vor aufgeschlossen gegenüberstehe.

Die Anzahl der Mitglieder der Raiffeisenbank eG, Heinsberg, betrug zum Jahresende 12.623 Mitglieder, davon 878 Neumitglieder.

Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation im laufenden Geschäftsjahr schätzte Klaus-Dieter Kroll auch die Zukunftsaussichten der Bank ein. Im Bereich der Gesamtkundeneinlagen und bei den Krediten erwartet er eine leichte Steigerung. Auf Grundlage der Zinsprognosewird ein sinkendes aber noch zufriedenstellenden Zinsergebnis erwartet.

Im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank eG, Heinsberg wurden die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Bernd Krückel aus Waldenrath, Josef Houben aus Süsterseel und Franz-Leo Schmitz aus Frelenberg wiedergewählt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Krückel wurde unter großem Beifall der 170 Veran-staltungsteilnehmer für seine 25-jährige Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat, davon zehn Jahre als Vorsitzender, mit der silbernen Ehrennadel des Rheinisch Westfälischen Genossenschafts Verbandes ausgezeichnet.

Pressekontakt

Roland Meintz