Fake-Shops im Internet

Wer sicher im Internet einkaufen möchte, sollte achtsam sein. Denn auch hier sind Betrüger unterwegs. Unseriöse Online-Händler werben auf täuschend echt wirkenden Websites mit Bildern bekannter Marken zu sehr günstigen Preisen. Der Bestellvorgang läuft wie bei seriösen Online-Händlern ab und lässt die Käufer zunächst nicht an Betrug denken. Erst später merken sie dann, dass ihre Bestellung nicht bearbeitet wird. Mit unseren Tipps und Hinweisen können Sie sich vor Online-Betrügern schützen.

Unsere Tipps, wie Sie Fake-Shops erkennen können:

 

Das Impressum

  • Der Shop ist lt. Impressum nicht in dem Land ansässig, in das die Überweisung getätigt werden soll (z. B. Webshop angeblich in Deutschland, die Überweisungen sollen aber nach Irland oder Spanien getätigt werden.) Prüfen Sie dies indem Sie auf die ersten beiden Buchstaben der Empfänger-IBAN achten.
  • Das Impressum ist meist unvollständig (z. B. fehlen Registernummern oder Telefonnummern für Rückfragen) oder gefälscht. Oft wird eine echte Adresse verwendet, wenn man aber nachforscht befindet sich unter dieser Adresse keine Firma.

 

Günstige Preise und alles jederzeit lieferbar

  • Die angebotenen Waren sind meist durchgängig deutlich billiger als bei anderen Preisportalen im Internet.
  • Alle Waren sind jederzeit lieferbar, keine Ware ist knapp oder ausverkauft.

 

Auffällige Domain
  • Die Domain ist in einem anderen Land gehostet als das, in dem der Shop ansässig ist (z. B. deutscher Webshop, aber Domain aus Tschechien).
  • Die Domain wurde anonym registriert, es gibt keinen erkennbaren Verantwortlichen (Abfragen dazu kann man unter der Adresse www.whois.net (in englisch) tätigen).

 

Zahlung

  • Angeblich kann man unter verschiedenen Zahlungsarten wählen, aber bei der Bestellung wird Vorkasse per Banküberweisung (meist ins Ausland) verlangt, ohne dass man eine Wahlmöglichkeit bekommt.
  • Vertrauenswürdige Webshops bieten standardmäßig verschiedene Bezahlverfahren, um die bevorzugten Verfahren der Kunden zu bedienen.
  • Der Bestell-Button ist nicht korrekt beschriftet:
    Es muss klar erkennbar sein, dass man etwas bezahlen muss. Richtig: „zahlungspflichtig bestellen“, „jetzt kaufen“ oder „zahlungspflichtig buchen“. VORSICHT, wenn dort „anmelden“, „weiter“ oder „bestellen“ steht

 

Fehlerhafter Seitenaufbau und gefälschte Gütesiegel

  • Die Web-Navigation ist fehlerhaft. Die Struktur der Seite (z. B. Inhaltsverzeichnis) ändert sich, wenn man eine Auswahl trifft und eine Rücknavigation über die Browserfunktion ist oft nicht möglich.
  • Gütesiegel wurden gefälscht oder frei erfunden. Echte Gütesiegel kann man meistens anklicken und gelangt dann zur Hompage des Gütesiegels.

 

Vorsicht, auch bei großen Shops wie Amazon lauern Gefahren

Auch bei Amazon kann man auf betrügerische Anbieter stoßen. Diese sind meist daran erkennbar, dass der Kunde kurz nach Bestellung eine Mail bekommt in dem sinngemäß steht, dass es angeblich Probleme bei der Bezahlung über Amazon gab und man die Summe manuell mittels SEPA-Überweisung tätigen muss. In diesem Fall sollte Amazon direkt kontaktiert werden.

Ist der Empfänger nicht bekannt und auch nicht vertrauenswürdig, sollte von der Zahlung zunächst Abstand genommen werden und versucht werden ob der Empfänger nicht andere Zahlungsarten (bevorzugt Kreditkarte) akzeptiert.