Fake-Shops im Internet

Wer sicher im Internet einkaufen möchte, sollte achtsam sein. Denn auch hier sind Betrüger unterwegs. Unseriöse Online-Händler werben auf täuschend echt wirkenden Websites mit Bildern bekannter Marken zu sehr günstigen Preisen. Der Bestellvorgang läuft wie bei seriösen Online-Händlern ab und lässt die Käufer zunächst nicht an Betrug denken. Erst später merken sie dann, dass ihre Bestellung nicht bearbeitet wird. Mit unseren Tipps und Hinweisen können Sie sich vor Online-Betrügern schützen.

Unsere Tipps, wie Sie Fake-Shops erkennen können:

 

Um Fakeshops zu erkennen, sollten Sie die folgenden Punkte beherzigen und grundsätzlich eine gesunde Portion Skepsis bei Interneteinkäufen an den Tag legen.

Achten Sie auf die folgenden Punkte, die Sie stutzig machen sollten und nutzen Sie die unten aufgeführten Hinweise:

 

Ware

  • Ware grundsätzlich deutlich günstiger als Vergleichsangebote
  • Ware ist immer verfügbar
  • Preise sind ggf. zeitlich begrenzt, um Druck aufzubauen
  • Domainname passt nicht zu den verkauften Waren: z. B. angebliches Gartencenter, welches Playstation verkauft

 

Firmierung & rechtliche Hinweise

  • Fehlendes oder falsches Impressum (z. B. Fantasienamen, -telefonnummern)
  • Zweifel hinsichtlich der Adresse bzw. fehlende Adresse im Impressum
    => Test mittels Suchmaschinen, Kartendienste (Luftbild, Streetview, 3D-Luftbild)
  • AGB fehlen, sind fehlerhaft oder wurden von fremden Seiten kopiert

 

Gestaltung

  • Fehler in Rechtschreibung und Grammatik
  • unsaubere Navigation, fehlerhafte Programmierung oder unsinnige Fülltexte
  • es gibt mittlerweile aber auch leider gut gemachte Fakeshops, die nahezu fehlerfrei sind

 

 Bezahlmöglichkeiten

  • Ware nur gegen Vorkasse per Überweisung (oft noch mit Druck zur Echtzeitzahlung)
  • ungewöhnliche Bankverbindungen (oft im Ausland – erkennbar an den ersten beiden Stellen der IBAN (=Ländercode), aber auch inländische Banken können betroffen sein)
  • Aufforderung, als Überweisungsempfänger eine Privatperson anzugeben und nicht die Firma, die den Shop betreibt

 

Sonstiges

  • Gütesiegel sind lediglich als Bild hineinkopiert (echte Siegel kann man grundsätzlich anklicken, um detailliertere Informationen zu erhalten)
  • Um Bewertungen für Firmen zu bekommen, folgen Sie grundsätzlich keinen Verlinkungen, sondern gehen Sie direkt auf das Bewertungsportal und suchen dort nach dem Shop
  • Kontakt nur auf Englisch oder in schlechtem Deutsch
  • Angegebene Telefonnummern sind oft nicht, oder an andere Personen/Firmen vergeben
  • überprüfen Sie im Zweifel kostenlos die angegebene Handelsregisternummer auf www.handelsregister.de

 

Dos and Don´ts in Sachen Fake-Shops:

  • Keine Zahlung per Vorkasse gegen Banküberweisung und schon gar nicht in Echtzeit. Seriöse Shops bieten jederzeit sichere Bezahlverfahren an!
  • Haben Sie versucht per Kreditkarte zu bezahlen, aber es erscheint immer nur eine Fehlermeldung? Rufen Sie umgehend Ihre Bank an und lassen die Karte sperren und gegen eine neue austauschen. Sie können mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Betrüger Ihre Kreditkartendaten gespeichert haben und bei späteren Betrugsversuchen (z. B. für Einkäufe in echten Shops zu Lasten Ihrer Kreditkarte) benutzen werden.
  • Recherchieren Sie im Internet nach diesem Shop. Nutzen Sie Suchmaschinen. Es gibt viele einschlägige Seiten, die sich auf die Veröffentlichung von Fake-Shops spezialisiert haben. Suchen Sie nach dem Namen des Shops und, wenn Sie bereits „gekauft“ haben und eine Rechnung erhalten haben, nach der IBAN im Netz.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn der Kontakt nur über E-Mail erfolgen kann.
  • Nutzen Sie ausschließlich sichere Bezahlmethoden (z. B. Kauf auf Kreditkarte (Vorsicht bei Fehlern – s.o.), giropay oder Kauf auf Rechnung).
  • Überprüfen Sie ggf. vorhandene Gütesiegel und führen Sie eine Gegenprobe beim Siegelaussteller durch https://www.internet-guetesiegel.de.
  • Wenn Sie über gewisse IT-Kenntnisse verfügen, kontrollieren Sie den Domain-Namen z.B. www.shop-name.com über sogenannte whois-Dienste.
  • Folgen Sie keinen Links aus Spam-Mails bzw. unaufgefordert zugschickten Werbemails
  • Achten Sie auf mögliche Warnungen im Browser, die Sie vor möglichen gefährlichen Websites oder Fakeshops warnen. Einzelne Browser und Antivirenprogramme bieten inzwischen diese Informationen über als gefährlich gemeldete Seiten und blenden Hinweise entsprechend ein.
  •  „https“ in der URL der Homepage ist inzwischen kein Sicherheitsmerkmal mehr für einen seriösen Shop! Es gibt mehrere Anbieter für die zugehörigen Zertifikate, bei denen diese ohne große Überprüfung beantragt werden können.  
  • Sind deutsche Hotlines angegeben, rufen Sie diese im Zweifel an. Meist handelt es sich um nicht vergebene Rufnummern, oder Rufnummern von Personen/Firmen, die selbst bereits Opfer eines Betruges wurden und dort ihre Rufnummern angegeben haben.
  • Führen Sie eine Gegenkontrolle von tatsächlich existierenden Gütesiegeln auf den originalen Seiten der Anbieter durch. Vorsicht vor kopierten Bildern. Selbst wenn Zertifikate anklickbar sind: Suchen Sie den Shop nicht über den Link, sondern rufen die Seiten der Gütesiegel separat auf und geben Sie dort den Shop ein.
  • Zweifeln Sie Kundenbewertungen an, die auf den Seiten präsentiert werden. (z.B. im Design von Facebook-Kommentaren). Gefälligkeits- und Fake-Bewertungen werden auch gerne gekauft, um Seriosität vorzutäuschen.
  • Prüfen Sie auch angebliche Links zu Facebook, Twitter und ähnlichen Fanseiten. Oft verlinken diese nur zur Startseite des Anbieters und nicht zu einer Fanseite.

 

Vorsicht, auch bei großen Shops/Marktplätzen wie Amazon lauern Gefahren!

Auch bei Amazon kann man auf betrügerische Anbieter stoßen. Diese sind meist daran erkennbar, dass der Kunde kurz nach Bestellung eine Mail bekommt in dem sinngemäß steht, dass es angeblich Probleme bei der Bezahlung über Amazon gab und man die Summe manuell mittels SEPA-Überweisung tätigen muss. In diesem Fall sollte Amazon direkt kontaktiert werden.

Ist der Empfänger nicht bekannt und auch nicht vertrauenswürdig, sollte von der Zahlung zunächst Abstand genommen werden und versucht werden ob der Empfänger nicht andere Zahlungsarten (bevorzugt Kreditkarte) akzeptiert.